Liebe Mama,
ich bin jetzt fast vier Monate auf der Welt.
(OK, nach Deiner Rechnung sind es ja schon vier ;-) ).
Ich bin in Dir gewesen,
habe mit Dir gebangt,
gehofft,
genossen,
mich gefreut,
mich bemerkbar gemacht,
habe zuerst viel Platz, dann immer weniger gehabt,
habe Musik gehört,
habe Dich und Papa (über mich!!!) reden gehört,
habe gemerkt, wie sehr Du und Papa Euch auf mich freut,
habe im Dunkeln gedöst,
habe mich gefragt, wie Ihr wohl seid, als meine Eltern,
habe mich geliebt und erwartet gefühlt;
und gehofft, dass alle meine Wünsche
in ein behütetes,
warmes,
herzliches
und freundliches Elternhaus zu kommen sich erfüllen.
Nach knapp vier Monaten ziehe ich meine erste Bilanz:
Ich habe mehr bekommen,
als ich hätte je erwarten können.
Ich bin ein Glücks-Zwerg!
Geliebt,
verstanden,
betreut,
beschäftigt,
gefüttert,
besungen,
gewärmt,
geschmust
und viel mehr als einfach nur "da".
Ich habe so viele lustige Tiere kennengelernt:
den Biber, die Esel, den Löwen,
die Giraffe, den Vogel, die Schafe
und, und, und...!
Ja, und natürlich Jörg!!!
Und ich fühle mich so wohl,
bin so glücklich mit Euch zu wachsen,
mit Dir und Papa zu schmusen,
und versuche mich zu bedanken,
indem ich Euch nachts schlafen lasse
(also für meine Verhältnisse ;-) ),
mich bemühe ein Baby zu sein, das Ihr verdient.
Aber eines sage ich Dir, liebe Mama:
Du bist die beste Mama der Welt.
Ich danke jeden Tag bei Euch zu sein
und bin so froh, dass ich bei Euch richtig bin
und fühle mich einfach nur super wohl.
Du machst alles richtig, liebe Mama,
Du liebst mich und hilfst mir.
Du bist immer da, wenn ich Dich brauche
und bist auch da, wenn ich Dich gerade nicht brauche,
weil Du auf mich achtest
und immer Deine Augen, Dein Herz und Deine Seele bei mir sind.
Ich freue mich auf unsere nächsten Jahre,
unsere nächsten Feste,
unsere nächsten Erlebnisse,
unsere Freunde und Verwandten
und vielleicht auch auf ein kleines Geschwisterchen.
Liebe Mama:
Frohe Weihnachten und alles, alles Gute für Dich und den Papa
(der mir etwas geholfen hat, als Ghostwriter ;-) ) !
Dein, Dich unendlich liebender Sohn, Leo! 24.12.2009
Es kann nicht früh genug darauf hingewiesen werden,
dass man Kinder nur dann vernünftig erziehen kann,
wenn man zuvor die Lehrer vernünftig erzieht.
ERICH KÄSTNER
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